

THE CLUB | Part II RIGMOR GUSTAFSSON + radio.string.quartet.viennaklassisch stringente Klangarchitektur und improvisatorischer Fantasie |
Oft waren in der Musikgeschichte jene Kombinationen wegweisend, an die auf Anhieb niemand gedacht hatte. Die schwedische Sängerin Rigmor Gustafsson trifft auf das radio.string.quartet.vienna. Mit ihren stilistisch so unterschiedlichen Interpretationen von Dionne Warwick/Burt Bacharach bis zu Michel Legrand sorgte Gustafsson für Aufsehen. Rigmor Gustafsson hat sich längst als prima inter pares unter den schwedischen Jazzsängerinnen etabliert. In beiden Regionen ausgebildet, vereint sie die Vorzüge der amerikanischen wie der skandinavischen Jazzschule in sich, stets wird die Natürlichkeit, der Zauber und die Tiefe ihres Gesangs hervorgehoben. „Sie hat ihre Seele in ihrer Stimme“, brachte es ihr Freund und Förderer Nils Landgren auf den Punkt.
Auch das radio.string.quartet.vienna nimmt unstrittig eine Ausnahmestellung ein. Mit Bernie Mallingers und Johannes Dickbauers alle Klangspektren abdeckenden Geigen, Asja Valcics furiosem Cello sowie Cynthia Liaos lasziver Bratsche kann das Quartett für sich beanspruchen, das Genre Streichquartett neu definiert zu haben. Die Balance zwischen klassisch stringenter Klangarchitektur und improvisatorischer Fantasie, die unvergleichlich schillernde Ausdruckskraft von zartesten Pizzicati bis zu von Streichern bislang ungehörten, überwältigenden Rhythmusstampeden, macht ihnen kein anderes Ensemble nach. „Einfach einzigartig“ befand niemand Geringeres als John McLaughlin.