

KING ZULU MUSIC CLUB LORENZ RAAB BleuStrong relation |
Vielfalt und Kreativität heißen die Zauberworte. Ob es Jazz, World, Pop oder Avantgarde heißt, spielt dabei keine Rolle, denn der Facettenreichtum straft alle Kategorisierungsversuche Lügen. Bleu zaubern Klangbilder von außergewöhnlicher Schönheit und Anmut - irgendwo zwischen Nils Petter Molvaer, Markus Stockhausen und Rabih Abou-Khalil. Die Alpenländer holen ihr Publikum dort ab, wo das Ego in den Hintergrund rückt, um das Ganze zu betonen. Wo Jazz auf Pop, Rock, Volksmusik und Avantgarde trifft. Wo auf Grooves und Beats Wert gelegt wird - und auf klangverliebte Gestaltungskunst. Denn in Pink Floyd'schen Ausmaßen abwechslungsreich und spannend gestaltet sich die Gesamtdramaturgie, die wider besseren Wissens den Eindruck eines Konzeptalbums vermittelt. Ganz ohne das "Thema-Solo-Thema-Ding zu strapazieren oder anderswie unsere Hörgewohnheiten zu bestätigen" (Thomas Siffling), ist der Output Bleus für eine junge, aufgeschlossene Musikgeneration ebenso interessant, wie für alte Jazzhaudegen.
LAUT.STARK" - Februar 2010