Dreißig Jahre alt, hochdekoriert, und immer auf der Suche nach dem persönlichen Ton – das wäre in Kürze eine Beschreibung des Trompeters Maalouf. Als Flüchtling kam er vom Libanon nach Frankreich. Wenn Maalouf nicht selber auf der Bühne steht, unterrichtet er am Konservatorium, oder wird ins Studio eingeladen. Lhasa, Vanessa Paradis, Sting: die Liste der Musiker, für die Maalouf im Studio oder als Bandmitglied arbeitete, ist lang und sprengt alle Genre-Grenzen. Da mischen sich Klezmertöne mit chinesischen Melodiebögen, Balkan-Brassgrooves mit R&B-Gitarrenriffs, lyrische Klänge treffen auf Heavy Metal Arrangements. Arabische Viertelton-Melodien auf der Trompete? Kein Problem, sein Vater hat eine Trompete konstruiert die eine solche Technik ermöglicht. Diese Musik will nicht definiert werden, ist einfach Musik, Klangbild. Maalouf spielt mit den Musikstilen wie mit einem Kaleidoskop: überraschende Kombinationen, ungehört, frech, kontrastierend.
CD TippDiagnostic, 2011, Mister Production
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