Craig Taborn, piano | Thomas Morgan, bass | Gerald Cleaver, drums
Das Instrumentarium des
39-jährigen Musikers Craig Taborn beschränkt sich nicht nur auf das Klavier.
Seine Eltern schenkten dem Sohn bereits mit zwölf Jahren zu Weihnachten einen
Moog-Synthesizer, und bald hatte er auch sein erstes Fender-Rhodes-E-Piano. Ähnlich breit gefächert sind seine
stilistischen Vorlieben: von Avantgarde-Pionieren der 1950er Jahre wie Sun Ra
bis zu Cecil Taylor und Olivier Messiaen, HipHop und dem Sound der
Techno-Metropole Detroit. Spannend ist es nun, mitzuerleben, wie die
Spielweisen auf den diversen Keyboards zurückwirken auf Taborns Kunst auf dem
Konzertflügel - mit hypnotischen Grooves und organischen Übergängen ins freie
Spiel. Während seines Studiums an der Universität von Michigan schloss Taborn
rasch Freundschaft mit dem Drummer Gerald Cleaver, der ebenfalls aus Detroit
stammt. Der dritte Mann im Bunde ist der großartige junge Bassist Thomas
Morgan, der die renommierte Manhattan School of Music absolvierte und in
Brooklyn lebt. Morgan ist bereits auf zahlreichen Alben vertreten, so zum
Beispiel auf John Abercrombies viel beachteter Platte "Wait Till You See
Her". Klaviertrios gibt es inzwischen unzählige im aktuellen Jazz, aber
dieses klingt aufregend anders! (Karl Lippegaus)